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Ryd (früher TankTaler) Erfahrungen - Rückblick auf ein gutes Jahr Benutzung
Alex | 03.04.2018 um 20:28

Update:
Tanktaler hat sich am 12.04.2018 zu "Ryd" (von dem englischen Wort "Ride" stammend) umbenannt. Dieser Artikel wurde verfasst als Ryd noch Tanktaler hieß.

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Seit ziemlich genau eineinhalb Jahren nutze ich nun den TankTaler Stecker.
Von der Technik und der Idee an sich bin ich immernoch begeistert. Allerdings nicht von der Umsetzung. Dazu später genaueres:


Als erstes noch einmal die Features zusammengefasst und meine Erfahrungen dazu.


Fahrtenbuch:
Super Geschichte. Man bekommt jede einzelne Fahrt aufgelistet mit den kleinsten Details dazu. Man sieht zum Beispiel über die komplette Zeitspanne der Fahrt die Geschwindigkeit. So kann man im nachhinein nachvollziehen wo man wie schnell unterwegs war.
Die gefahrene Strecke sieht man auf einer karte eingezeichnet.
Ebenso werden einem auf der gefahrenen Strecke starke Beschleunigungs- und Bremsmanöver angezeigt. Mit dauer und G-Kraft.
Das ganze Fahrtenbuch kann man sich als CSV-Datei per Email schicken lassen.


Standort:
Die Standortbestimmung funktioniert auch einwandfrei. Man bekommt auf einer Karte angezeigt wo sich das auto gerade befindet. So sieht man (wenn das auto von mehreren genutzt wird) ob das auto gerade steht oder fährt. Genauso kann man sein auto leicht wiederfinden wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist und sich nicht mehr sicher ist wo man geparkt hat ;-)


Tankfüllstand:
Dieses Feature wurde erst nachträglich hinzugefügt. Bei meinem Auto (VW Golf IV Variant) funktioniert es tadellos. Beim voll-tanken wird die anzeige kalibriert. Aber auch bei mehrmaligem nicht-voll-tanken war die anzeige bei mir keinesfalls falsch.
Der Tankfüllstand wird mit einer Tankuhr und einer Prozentanzeige angegeben.


Batterie Ladezustand:
Sogar den Batterie Ladezustand kann man per App checken. Der Ladezustand wird drei Stunden nach der letzten Fahrt oder einmal am Tag gemessen. Angezeigt wird er in Volt und mit farbigem Hintergrund. Zusätzlich zu den gemessenen Volt gibt es drei Zustände.
"Top" - bedeutet, dass die Batterie normal voll und bereit für den Einsatz ist.
"angeschlagen" - bedeutet, dass die batterie mal wieder eine längere Fahrt zum laden vertragen könnte.
"traurig" - bedeutet, dass die Batterie unbedingt im Auge bahlten werden sollte. Wenn sie sich nicht mehr voll lädt muss sie unter Umständen getauscht werden.
Gerade im Winter oder bei vielen Kurzstrecken sehr praktisch, da man sieht wann die Batterie den Geist aufgibt.


Verbrauch:
Angezeigt wird der durchschnittliche Verbrauch pro 100 km zwischen den letzten beiden vollen Tankstopps und der durchschnitts-Verbrauch seitdem man bei TankTaler angemeldet ist.
Bei mir hat diese Anzeige fast nie etwas angezeigt. Es heißt, man muss zwei volle Tankstopps gemacht haben, damit etwas angeziegt wird. Doch trotz mehreren vollen Tankstopps wurde mir nichts angezeigt. Inzwischen wird etwas angezeigt.


In Bewegung:
Hier wird einem angezeigt wie viel Km und wie viel Zeit man über und unter 130 km/h zurückgelegt hat. Über eine Auswahl kann man sich das ganze für verschiedene Geschwindigkeiten anzeigen lassen (30, 50, 100, 130, 180 km/h).
Viel kann ich dazu nicht sagen. Es funktioniert.


Wochenübersicht:
Hier bekommt man die gefahrenen Kilometer der letzten acht Tage pro Tag aufgelistet.
Auch hier: Es funktioniert.


Tag und Nacht:
Hier wird einem angezeigt wie viele Kilometer (und Zeit) man bei Tag und bei Nacht zurückgelegt (im Auto verbracht) hat.
Funktioniert.


Laufleistung (Jahr):
Dieses Feature zeigt einem wie viele Kilometer man dieses Jahr schon zurückgelegt hat und wie viele Kilometer man, bei gleichbleibender Fahrleistung, im ganzen Jahr zurücklegen wird.
Dazu bekommt man immer einen netten vergleich. Zum Beispiel:
"...wenn du so weiterfährst legst DU im Jahr 2017 insgesamt 14.352 km zurück.
Herzlichen Glückwunsch! Das ist in etwa viermal die gesamte Länger der deutschen Grenze."
Funktioniert auch einwandfrei.


So, die technischen Features bin ich durch. Nun kommen wir zum anfänglichen Hauptthema. Die TankTaler. Also die "Punkte" die man mit fahren, tanken und empfehlen verdienen kann.
Es wurde überall groß geworben mit "2 ct pro getanktem Liter sparen!".
Das war am Anfang auch so. Man bekam brav an jeder Tankstelle pro getanktem Liter 20 TankTaler (10 TankTaler entsprechen 1 ct). Zusätzlich bekam man pro gefahrenem Kilometer einen TankTaler und pro geworbenem Mitglied 2.000 TankTaler.
Den TankTaler-Stecker bekam man kostenlos und mit den Talern konnte man sich Prämien wie Tankgutscheine oder Amazon Gutscheine holen.
Inzwischen sieht das Konzept leider ganz anders aus.


Preise:
Jetzt gibt es ein Basic und einPremium Paket.
Im Basic Paket ist eigentlich nichts enthalten bis auf die Kostenlose Smartphone App. Man kann sich 1 ct pro getanktem Liter an Partnertankstellen verdienen und mobil bezahlen mit TankTaler Pay.

Das Premium Paket beinhaltet den Stecker und alle oben aufgeführten Funktionen. Allerdings kostet dieses Paket auch etwas. Man kann den Stecker für einmalig 99 Euro kaufen oder ihn für 39 Euro im Jahr mieten.

Schade ist, dass man inzwischen nahezu keine TankTaler mehr sammeln kann. Man bekommt sie nur noch wenn man bei Partnertankstellen tankt. Und die sind so gut wie nicht vertreten.
Ich nutze es weiterhin, da ich das digitale Fahrtenbuch und die Statistiken über mein Auto extrem hilfreich finde. Aber das ganz groß angepriesene "Sparen beim tanken" funktioniert so leider nicht mehr.

Das wäre eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen bisher.

Ich freue mich über Kommentare :-)


Weitere Infos unter:
https://ryd.one/

Update:
Ich habe schon eine Artikel über die Bestellung der TankTaler Steckers geschrieben:
https://www.loc-blog.de/index.php?site=blog_post&post_id=287

Dieser Beitrag wurde 11 Mal editiert, zuletzt am 12.04.2018 um 14:41 von Alex

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