Aufnahmeprüfungs Marathon 2013
Aufnahmeprüfungen 2013
Hannover - Rückblick
Simone | 13.06.2013 um 16:53

Die letzte Uni-Prüfung ist geschafft – und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich selten so froh war, wieder nach München zu kommen. Hannover war im Krieg größtenteils zerstört worden, und man sieht am heutigen Stadtbild, dass der Fokus beim Wiederaufbau mehr auf die praktische Nutzung als auf die Ästhetik der Gebäude gerichtet war. So reiht sich leider ein Betonklotz an den nächsten und größtenteils wirkt die Stadt sehr uneinheitlich und grau. Natürlich gibt es auch schöne Ecken in Hannover! Einige der alten Häuser haben den Zweiten Weltkrieg überstanden, oder wurden danach zumindest originalgetreu wieder aufgebaut, und ich habe eine Straße mit vielen kleinen Fachwerkhäuschen gefunden. Die Grünanlagen um den Maschsee herum und der Park hinter dem Rathaus sind ebenfalls tolle Plätze für einen warmen Sommertag, und auch ein Besuch im Stadion lohnt sich. Alles in allem muss ich aber wieder mal feststellen, dass es daheim doch am schönsten ist (welcher Bayer würde das nicht sagen?), und ich freue mich in Zukunft sicher noch mehr über Städte wie München und Bad Tölz, in denen alles so schön hell, bunt und aufgeräumt ist!



Die Prüfung an sich war eine tolle Erfahrung, auch wenn sich der Zeitplan um ca. 4 Stunden verschoben hatte, sodass ich nicht wie geplant um 16:30 Uhr, sondern um 20:30 Uhr dran war, was nicht weiter schlimm war, es gab schließlich genug Gleichgesinnte, mit denen man sich unterhalten konnte. Wieder mal war ich absolut erstaunt und fasziniert, wie viele unglaublich gute Gitarristen es doch gibt und den meisten Bewerbern kann ich – das muss ich neidlos anerkennen – nicht ansatzweise das Wasser reichen, was Technik angeht. So war es auch keine Überraschung, als die Prüfer sich nach dem Vorspiel gegen mich entschieden. Ich habe ein sehr ausführliches Feedback bekommen, für das sich die Fahrt definitiv gelohnt hat!


 


Ich glaube, ein großer Unterschied ist einfach, dass alle anderen ganz wild darauf waren, zeigen zu dürfen, was sie können, und ich war einfach nur heilfroh, es hinter mir zu haben, ich hatte bis jetzt auch bei keiner Prüfung wirklich das Gefühl, mein ganzes Können unter Beweis gestellt zu haben. Irgendwie habe ich den Dreh da noch nicht raus, aber vielleicht ist das auch ganz gut so? Wahrscheinlich sollte ich jetzt einfach nach Hallstatt gehen, dort die Ausbildung machen und mir dann nochmal überlegen, ob ich Musik wirklich studieren möchte, Zeit habe ich ja genug, und ich bin mir sicher, dass sich der richtige Weg irgendwie findet, oder zumindest einer, mit dem ich zufrieden bin!


 


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Dieser Beitrag wurde 2 Mal editiert, zuletzt am 13.06.2013 um 16:55 von Simone

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